Abschluss

Erläuterungen zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum
31. März 2015

Grundlagen und Methoden

Der Zwischenabschluss zum 31. März 2015 ist gemäß § 37x Abs. 3 WpHG und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des ias 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des ifrs Interpretations Committee erstellt worden.

Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2014 gelten – mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften und Änderungen von Bilanzierungsmethoden – insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Die erstmalige Anwendung folgender geänderter Rechnungslegungsvorschriften hatte keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie.

Im Rahmen der jährlichen „Improvement“-Projekte hat das iasb im Dezember 2013 den fünften und sechsten Sammelband „Annual Improvements to ifrss“ herausgegeben. Die Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen, vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden Standards zu verstehen. Sie sind für Geschäftsjahre anwendbar, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.

Änderungen zugrunde liegender Parameter

Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt:

Wechselkurse wichtiger Währungen   [Tabelle 29]
    Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 € /  
31.12.2014

31.03.2014

31.03.2015
1. Quartal
2014
1. Quartal
2015
BRL Brasilien 3,22 3,13 3,50 3,24 3,21
CAD Kanada 1,41 1,52 1,37 1,51 1,40
CHF Schweiz 1,20 1,22 1,05 1,22 1,07
CNY China 7,54 8,58 6,67 8,35 7,04
GBP Großbritannien 0,78 0,83 0,73 0,83 0,74
JPY Japan 145,23 142,42 128,95 140,87 134,42
MXN Mexiko 17,87 18,01 16,51 18,13 16,86
RUB Russland 72,34 48,78 62,44 47,87 70,80
USD USA 1,21 1,38 1,08 1,37 1,13

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche Abzinsungssätze zugrunde gelegt:

Abzinsungssatz Pensionsverpflichtungen [Tabelle 30]
 31.12.201431.03.2015
 in %in %
Deutschland2,001,60
Großbritannien3,603,30
USA3,703,50

Die Kriterien der Datenselektion zur Bestimmung des Abzinsungssatzes für die Euro-Währungszone wurden beginnend mit dem Geschäftsjahr 2015 modifiziert. Die Position „Neubewertung der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen“ enthält Verluste resultierend aus sinkenden Marktzinsen. Kompensatorisch wirkte die Modifizierung der Datenselektion zur Bestimmung des Abzinsungssatzes in der Euro-Währungszone in Höhe von 1,3 Mrd €. Die Anwendung der bisherigen Datenselektionskriterien hätte zu einem 30 Basispunkte niedrigeren Zins zum 31. März 2015 geführt. Der Nettopensionsaufwand für das Geschäftsjahr 2015 vermindert sich aufgrund der modifizierten Ermittlung des Abzinsungssatzes um 17 Mio €. Das zugrunde liegende Bond Portfolio setzt sich weiterhin nur aus hoch qualifizierten Unternehmensanleihen zusammen, die ein Mindestrating von aa bzw. AAA haben. Staatlich garantierte/gesicherte Unternehmensanleihen werden nicht einbezogen.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des ebitda vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns:

Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis
vor Ertragsteuern des Konzerns [Tabelle 31]
  1. Quartal
2014
1. Quartal
2015
  in Mio € in Mio €
EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente 2.834 3.149
EBITDA vor Sondereinflüssen Corporate Center -96 -149
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.738 3.000
Abschreibungen vor Sondereinflüssen der Segmente -648 -757
Abschreibungen vor Sondereinflüssen Corporate Center -1 -1
Abschreibungen vor Sondereinflüssen -649 -758
EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente 2.186 2.392
EBIT vor Sondereinflüssen Corporate Center -97 -150
EBIT vor Sondereinflüssen 2.089 2.242
Sondereinflüsse der Segmente 7 -240
Sondereinflüsse Corporate Center -4
Sondereinflüsse 7 -244
EBIT der Segmente 2.193 2.152
EBIT Corporate Center -97 -154
EBIT 2.096 1.998
Finanzergebnis -159 -274
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.937 1.724

Konsolidierungskreis

Entwicklung des Konsolidierungskreises

Zum 31. März 2015 wurden insgesamt 301 Gesellschaften voll- oder anteilsmäßig konsolidiert (31. Dezember 2014: 302 Gesellschaften). Davon wurde unverändert zum 31. Dezember 2014 ein Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit gemäß ifrs 11 (Joint Arrangements) anteilsmäßig konsolidiert. Ferner sind zwei Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2014: drei Gemeinschaftsunternehmen) und vier assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2014: drei assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß ias 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden.

Akquisitionen und Desinvestitionen

Akquisitionen

Am 2. März 2015 hat MaterialScience die Übernahme der Thermoplast Composite GmbH, Deutschland, erfolgreich abgeschlossen. Die Thermoplast Composite GmbH ist ein technologisch führender Spezialist zur Herstellung von thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen. Durch den Zukauf soll das Produktangebot im Bereich der Polycarbonate um Verbundwerkstoffe auf Basis von endlosfaserverstärkten thermoplastischen Materialien für wichtige Industrien erweitert werden. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 18 Mio € vereinbart. Hierin ist ein variabler Kaufpreis in Höhe von 4 Mio € enthalten. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Patente sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Die genannte Transaktion, weitere kleinere Transaktionen sowie Kaufpreisanpassungen und Anpassungen der Kaufpreisaufteilung aus Transaktionen der Vorjahre wirkten sich zum jeweiligen Erwerbs- und Anpassungszeitpunkt auf Vermögen und Schulden des Konzerns im ersten Quartal wie folgt aus und führten unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Mittelabfluss:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert
bei Erwerb sowie Anpassungen[Tabelle 32]
  1. Quartal 2015
  in Mio €
Geschäfts- oder Firmenwert -2
Patente und Technologien 21
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 42
Sachanlagen 10
Vorräte -20
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 13
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Aktive latente Steuern -2
Sonstige Rückstellungen -38
Finanzverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten 17
Passive latente Steuern -3
Nettovermögen 38
Veränderungen in den Anteilen anderer Gesellschafter
Kaufpreis 38
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Beilegung von zuvor bestehenden Beziehungen
Verbindlichkeiten für zukünftige Zahlungen -5
Zahlungen für Akquisitionen aus Vorjahren
Nettoabfluss aus Akquisitionen 33


Desinvestitionen

Am 2. März 2015 hat Consumer Health den Verkauf von zwei Veterinärprodukten für Pferde, Legend/Hyonate und Marquis, an Merial Inc., USA, abgeschlossen. Es wurde ein Kaufpreis von 135 Mio USD vereinbart. Die Einmalzahlung wird abgegrenzt und als Umsatz und Ergebnis über vier Jahre für Legend/Hyonate bzw. drei Jahre für Marquis erfasst.

Finanzinstrumente

Tabelle 33

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
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Die vorangehende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Da die Bilanzpositionen sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten (z. B. sonstige Steuerforderungen oder Vorauszahlungen für zukünftig zu erhaltende Leistungen) enthalten, dient die Spalte „Nicht finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten“ einer entsprechenden Überleitung.

In Ausleihungen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie in den Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, sind auch Finanzierungs-Leasingforderungen bzw. Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten enthalten, bei denen Bayer der Leasinggeber bzw. Leasingnehmer ist und die folglich nach ias 17 bewertet werden.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.

Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Forderungen, Ausleihungen, bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen oder originären Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten entsprechen notierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte (Stufe 1).

Sofern keine öffentlich notierten Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1) existieren, werden für Derivate die beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung von Bewertungstechniken wird das Kreditrisiko der Vertragspartner durch die Ermittlung von Credit Value Adjustments berücksichtigt. Die Bewertung der zugehörigen Devisen- und Warentermingeschäfte erfolgt einzelfallbezogen und mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw. -preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung von Zinsrisiken sowie Zinswährungsswaps ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse und der Berücksichtigung einer Fremdwährungsumrechnung zum Stichtag. Zur Abzinsung dienen Marktzinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente angewendet werden.

Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt wurden, werden diese innerhalb der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen. Dies betrifft teilweise die beizulegenden Zeitwerte eingebetteter Derivate sowie die Verpflichtungen für bedingte Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmensakquisitionen.

Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen separiert. Bei den Basisverträgen handelt es sich in der Regel um Absatz- oder Bezugsverträge aus dem operativen Geschäft. Die Zahlungsströme aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten Derivate beispielsweise in Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen, Rohstoffpreisschwankungen oder sonstigen Preisschwankungen. Die intern durchgeführte Bewertung von eingebetteten Derivaten erfolgt insbesondere mit der Discounted-Cashflow-Methode, die auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren – unter anderem geplanten Absatz- und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten abgeleiteten Preisen – basiert (Stufe 3). Basierend auf diesen beizulegenden Zeitwerten erfolgt ein regelmäßiges Monitoring im Rahmen der quartärlichen Berichterstattung.

Die Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3) stellte sich per saldo wie folgt dar:

Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Saldo)[Tabelle 34]
  2015
  in Mio €
Nettobuchwerte 1.1. -25
Ergebniswirksam erfasste Gewinne/Verluste (-) 16
davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten 16
Ergebnisneutral erfasste Gewinne/Verluste (-)
Zugänge von Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (-) -1
Abgänge von Vermögenswerten (-)/Verbindlichkeiten
Umgliederungen
Nettobuchwerte 31.03. -10

Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.

Rechtliche Risiken

Hinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir auf die Darstellung in Anhangangabe 32 im Bayer-Geschäftsbericht 2014. Der Bayer-Geschäftsbericht 2014 steht unter www.bayer.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben:

HealthCare

YasminTM/yazTM: Die Gesamtzahl der gerichtlichen und außergerichtlichen Anspruchstellerinnen in den usa belief sich am 20. April 2015 auf etwa 4.600 (nach Abzug bereits verglichener Fälle). Die Anspruchstellerinnen machen geltend, drospirenonhaltige orale Kontrazeptiva wie YasminTM und/oder yazTM bzw. OcellaTM und/oder GianviTM, von Barr Laboratories Inc. in den usa vermarktete generische Versionen von YasminTM bzw. yazTM, hätten bei Anwenderinnen zu Gesundheitsschäden geführt, in Einzelfällen auch mit Todesfolge.

Bis zum 20. April 2015 hat Bayer ohne Anerkennung einer Haftung Vergleiche vereinbart mit etwa 9.600 Anspruchstellerinnen in den usa wegen Erkrankungen infolge von venösen Blutgerinnseln wie tiefen Venenthrombosen oder Lungenembolien für insgesamt rund 1,92 Mrd usd. Bayer wird weiterhin die Möglichkeit eines Vergleichs solcher Ansprüche nach einer fallspezifischen Analyse der medizinischen Unterlagen in Betracht ziehen. Derzeit befinden sich rund 1.000 solcher Ansprüche in der Prüfung.

MirenaTM: Bis zum 20. April 2015 wurden Bayer in den usa Klagen von etwa 3.300 Anwenderinnen von MirenaTM zugestellt, einer Hormonspirale zur langfristigen Verhütung. Mit weiteren Klagen ist zu rechnen. Die Klägerinnen tragen vor, die Anwendung von MirenaTM habe zu Gesundheitsschäden geführt, insbesondere Perforation des Uterus, ektopische Schwangerschaft oder idiopathische intrakranielle Hypertension, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz.

XareltoTM: Bis zum 20. April 2015 wurden Bayer in den usa Klagen von etwa 500 Anwendern von XareltoTM zugestellt, einem oralen Gerinnungshemmer zur Behandlung und Prävention von Blutgerinnseln. Die Kläger tragen vor, die Anwendung von XareltoTM habe zu Gesundheitsschäden wie beispielweise zerebralen, gastrointestinalen sowie anderen Blutungen und Todesfällen geführt, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Mit weiteren Klagen ist zu rechnen. Bis zum 20. April 2015 wurden Bayer in Kanada fünf Klagen im Zusammenhang mit XareltoTM zugestellt, in denen jeweils die Zulassung einer Sammelklage beantragt wird.

StaxynTM: In den Patentverletzungsverfahren von Bayer gegen Watson Laboratories, Inc. vor einem us-Bundesgericht entschied das Gericht im April 2015, dass die beiden Wirkstoffpatente von Bayer gültig und verletzt sind. Watson kann Rechtsmittel einlegen. StaxynTM ist ein Bayer-Arzneimittel zur Behandlung erektiler Dysfunktion. Es handelt sich dabei um eine oral lösliche Formulierung von LevitraTM. Beide Arzneimittel enthalten denselben Wirkstoff, der in den usa durch die vom Gericht bestätigten Patente geschützt wird.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des ias 24 (Related Party Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der Bayer AG. Die Verkäufe an nahe stehende Unternehmen und Personen sind aus Sicht des Bayer-Konzerns nicht von materieller Bedeutung. Lieferungen und Leistungen wurden vor allem im Rahmen des laufenden operativen Geschäfts vom assoziierten Unternehmen po jv, lp, Wilmington, usa, bezogen (0,2 Mrd €). Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 haben sich die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber den nahe stehenden Unternehmen nicht wesentlich verändert.

Leverkusen, 27. April 2015
Bayer Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Marijn Dekkers     Werner Baumann      Johannes Dietsch     Michael König     Kemal Malik

Letzte Änderung: 30. April 2015  Copyright © Bayer AG
http://www.quartalsbericht-2015-q1.bayer.de