Lagebericht

1. Quartal 2015

Guter Jahresauftakt für Bayer

  • Erfreuliches Umsatz- und Ergebniswachstum bei HealthCare
  • CropScience behauptet sich in schwächerem Marktumfeld
  • MaterialScience steigert das Ergebnis
  • Konzernumsatz 12,1 Mrd € (+14,8 %; wpb. +2,7 %)
  • ebitda vor Sondereinflüssen 3,0 Mrd € (+9,6 %)
  • EBIT 2,0 Mrd € (-4,7 %)
  • Konzernergebnis 1,3 Mrd € (-8,4 %)
  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 2,10 € (+7,7 %)
  • Ausblick 2015 währungsbedingt angehoben

Bayer hat im 1. Quartal 2015 seine operative Performance erneut gesteigert. Bei HealthCare profitierten wir weiter von der positiven Entwicklung unserer neueren Pharma-Produkte und den erfreulichen Geschäftsausweitungen bei allen Consumer-Health-Divisionen, vor allem bei Consumer Care. Dort trugen die neu erworbenen Produkte von Merck & Co., Inc., usa, zusätzlich zum Wachstum bei. Mit unserem CropScience-Geschäft konnten wir das starke Vorjahresquartal – trotz eines schwächeren Marktumfeldes – leicht übertreffen. Das Ergebnis blieb allerdings unter Vorjahr. MaterialScience verzeichnete erwartungsgemäß leichte Umsatzrückgänge (wpb.): Niedrige Rohstoffpreise führten zu reduzierten Verkaufspreisen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis konnten wir steigern. Die Arbeiten zum geplanten Börsengang von MaterialScience verlaufen planmäßig. Wir gehen unverändert davon aus, das Geschäft spätestens bis Mitte 2016 an die Börse zu bringen. Angesichts des Geschäftsverlaufs im 1. Quartal 2015 sowie deutlich positiverer Währungsverhältnisse zum 31. März 2015 heben wir unseren Konzernausblick 2015 an.

1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

1. Quartal 2015

Umsatzerlöse Bayer-Konzern pro Quartal

Der Konzernumsatz stieg im 1. Quartal 2015 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 2,7 % auf 12.117 Mio € (nominal +14,8 %; Vorjahr: 10.555 Mio €). Der Umsatz von HealthCare verbesserte sich wpb. um 7,2 % auf 5.742 Mio € (nominal +25,6 %; Vorjahr: 4.572 Mio €). Bei CropScience stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal wpb. um 1,0 % auf 3.092 Mio € (nominal +6,6 %; Vorjahr: 2.900 Mio €). Erwartungsgemäß verringerte sich der Umsatz von MaterialScience wpb. um 2,1 % auf 3.014 Mio € (nominal +7,5 %; Vorjahr: 2.803 Mio €).

EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal

Das ebit des Bayer-Konzerns sank um 4,7 % auf 1.998 Mio € (Vorjahr: 2.096 Mio €). Ergebnisbelastend wirkten sich per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 244 Mio € (Vorjahr: Sonderertrag von 7 Mio €) aus. Diese enthielten im Wesentlichen Aufwendungen für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 91 Mio €, Konsolidierung von Produktionsstätten in Höhe von 77 Mio € sowie weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 41 Mio €. Das ebit vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 7,3 % auf 2.242 Mio € (Vorjahr: 2.089 Mio €).

Das ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 9,6 % auf 3.000 Mio € (Vorjahr: 2.738 Mio €). Die gute Geschäftsentwicklung ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Währungseffekte trugen mit etwa 50 Mio € zum Ergebnis bei. HealthCare steigerte das ebitda vor Sondereinflüssen deutlich um 24,1 % auf 1.615 Mio € (Vorjahr: 1.301 Mio €). Maßgeblich hierfür waren die sehr gute Geschäftsentwicklung bei Pharma und Consumer Health sowie der Beitrag aus den erworbenen Consumer-Care-Geschäften. Das ebitda vor Sondereinflüssen von CropScience verringerte sich vor allem aufgrund von negativen Währungseffekten und niedrigeren Absatzmengen um 5,3 % auf 1.040 Mio € (Vorjahr: 1.098 Mio €). Das ebitda vor Sondereinflüssen von MaterialScience erhöhte sich um 15,8 % auf 424 Mio € (Vorjahr: 366 Mio €), hauptsächlich aufgrund niedrigerer Rohstoffkosten. Das Ergebnis der Überleitung verringerte sich im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für die langfristige aktienbasierte Vergütung.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -274 Mio € (Vorjahr: -159 Mio €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 1.724 Mio € (Vorjahr: 1.937 Mio €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 415 Mio € (Vorjahr: 512 Mio €) sowie nach Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 1. Quartal 2015 ein Konzernergebnis von 1.303 Mio € (Vorjahr: 1.423 Mio €). Das Ergebnis je Aktie betrug 1,58  (Vorjahr: 1,72 ). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie steigerten wir um 7,7 % auf 2,10  (Vorjahr: 1,95 ); zur Berechnung siehe Kapitel 7 „Bereinigtes Ergebnis je Aktie“.

Brutto- und Netto-Cashflow pro Quartal

Der Brutto-Cashflow lag im 1. Quartal 2015 mit 2.060 Mio € (Vorjahr: 2.048 Mio €) auf Vorjahresniveau. Der Netto-Cashflow stieg wegen geringerer Mittelbindung im Working Capital deutlich auf 724 Mio € (Vorjahr: 163 Mio €). Im 1. Quartal 2015 haben wir Ertragsteuern in Höhe von 444 Mio € (Vorjahr: 375 Mio €) gezahlt.

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 1,7 Mrd € auf 21,3 Mrd €, im Wesentlichen aufgrund negativer Währungseffekte. Die Nettopensionsverpflichtungen als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen erhöhten sich im gleichen Zeitraum infolge gesunkener langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen von 12,2 Mrd € auf 13,6 Mrd €.

Letzte Änderung: 30. April 2015  Copyright © Bayer AG
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